Aufruf zur Unterstützung Panikos Chrysanthou
des Filmregisseurs Panikos Chrysanthou
Griechisch-zyprische Behörden behindern Vorführung von "AKAMAS" bei den Filmfestspielen von Venedig
"AKAMAS" - der jüngste Film des griechisch-zyprischen Regisseurs Panikos Chrysanthou ist vom Filmfestival von Venedig angenommen worden, das im Rahmen der Biennale vom 30. August bis zum 9. September stattfindet. Die Co-Produktion mit dem türkisch-zyprischen Regisseur Dervis Zaim ist eine Liebesgeschichte eines türkischen Zyprioten und einer griechischen Zypriotin und beruht auf einer wahren Geschichte. Der Film wird zwar nicht am Wettbewerb teilnehmen, jedoch unter dem Bereich "Horizonts" als "Special Event" gezeigt werden.
- Programm der Biennale von Venedig (Link nicht mehr gültig)
In Zypern selbst ist diese großartige Nachricht jedoch nicht gerade freudig aufgenommen worden. Verantwortliche Politiker des Kulturamtes der Republik Zypern haben Panikos Chrysanthou gar aufgefordert, den Film vom Festival zurückzuziehen, nachdem der Regisseur sich geweigert hatte, Filmszenen zu streichen, die den Behörden auf Zypern nicht genehm sind.
Zudem wurde die Förderung eingestellt und der Regisseur in Finanzierungsnot gebracht. Tatsächlich fehlen Panikos Chrysanthou jetzt kurzfristig 22.000 Euro, um den Film fertig zu stellen, damit er bei den Filmfestspielen gezeigt werden kann. Unter anderem müssen davon Lizenzgebühren für den Dolby Stereo Sound bezahlt werden.
Warum stößt sich die Republik Zypern an der Verfilmung einer bikulturellen Liebesgeschichte?
Anstoß erregt bei den griechisch-zyprischen Behörden insbesondere eine Szene, in der die Hinrichtung eines griechischen Zyprioten durch die Untergrundorganisation EOKA in einer Kirche gezeigt wird. Diese Darstellung beruht auf einer wahren Geschichte, doch die Behörden empfinden diese Szene als eine Verzerrung des Bildes der EOKA. Panikos Chrysanthou wurde aufgefordert, die Szene zumindest in einem Kaffeehaus zu drehen. Diese Zensur und Verfälschung hat der Regisseur jedoch nicht akzeptiert.
Bitte um finanzielle Hilfe
In einem Brief vom 8. August erklärt Panikos Chrysanthou seine Situation und bittet um kurzfristige finanzielle Hilfe, damit der Film in Venedig gezeigt werden kann. Das Deutsch-Zyprische Forum unterstützt dies und hat dazu aufgerufen, für den Film zu spenden oder aber leihweise Geld zur Verfügung zu stellen.
Spenden bzw. Darlehen können eingezahlt werden auf das Anwaltskonto des Hamburger Rechtsanwalts und DZF-Vorstandsmitglieds Mülayim Hüseyin
Bankverbindung:
Hamburger Sparkasse, BLZ 200 505 50, Kontonummer 1026213148
Informationen zu Panikos Chrysanthou 
Panikos Chrysanthou

